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Galerie

die 16 Etappen in Bildern

1. Świnoujście – Międzyzdroje (zur Wegbeschreibung)

Auf dem Bielik regnet es … und die ganze Etappe auch

2. Międzyzdroje – Dziwnów

Mittagspause ohne Regen – geht doch!

3. Dziwnów – Niechorze

Frühstücken wie im Schiffsmuseum

4. Niechorze – Mrzeżyno

Gewitter

5. Mrzeżyno – Kołobrzeg

leerer Strand zwischen Dzwirzyo und Grzybowo

6. Kołobrzeg – Sarbinowo

Mittags an der Czerwona Mündung

7. Sarbinowo – Dąbki

späte Ankunft in Dąbki

8. Dąbki – Jarosławiec

Leuchtturm in Darłówko

9. Jarosławiec – Ustka

Lange Alleen

10. Ustka – Rowy

Sturm bei Ustka

11. Rowy – Kluki

Das Museumsdorf Kluki

12. Kluki – Łeba

Kreative Moorüberquerung

13. Łeba – Kopalino

… der Nachtisch kommt noch

14. Kopalino – Karwia

Sommerliches Treiben an Mündung der Piaśnica

15. Karwia – Chałupy

Surfparadies Danziger Bucht

16. Chałupy – Hel

Strand bei Kuźnica

ENDE – Koniec – The End

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Zugabe: Danzig

Wassertram von Hel

Das Schiff nach Danzig geht nur am Wochenende. Die täglichen Fahrten sind nur in den Hochsaisonmonaten Juli und August.

Wir können am Nachmittag nach Gdynia:

Hel-Gdynia

Link zum Fahrplan 2017

Die Bahn fährt häufiger.

Danzig – Gdańsk

Es gibt ausreichend Wanderführer in Netz. Ich kopiere die Texte zweier Sehenswürdigkeiten ab. Die Bilder sind von uns. Wir wohnen direkt am Langen Markt im Schumann-Haus.

Langer Markt abends

Langer Markt mit Neptunbrunnen

Langer Markt mit Neptunbrunnen

Diese ehemalige königliche Paradestraße ist außerordentlich gut erhalten. Die farben-frohen Gebäude erwachen wie eine mittelalterliche Spielzeugstadt zum Leben. In den zahlreichen Cafés der Promenade kann man Leute beobachten und ein Stück Kuchen genießen.


Erhabener Neptun! Gott des Meeres und … sonderbarer Liköre? Der Legende nach sprudelte das berühmte Goldwasser erstmals aus diesem Brunnen, als Neptuns Speer die Glücksmünzen Einheimischer in Goldstücke verwandelte. Bewundere seine Bronze-statue und die Rokoko-Schmiedekunst drumherum. Die komischen Meereskreaturen darunter sehen nach einem Schnaps noch seltsamer aus.

 

Krantor

Das Symbol der Stadt. Der im Mittelalter zum Heben von Fracht errichtete Holzkran diente bis 1860 auch zum Bemasten von Schiffen. Im Inneren kann man ein detaillierte Ausstellungen dazu besuchen und anschließend die eigentümliche Mechanik des Krans besichtigen: eine Vorrichtung aus Tretmühle und Seil, mit der 4 Männer 2 Tonnen heben konnten.

Zum GDN Airport

Danzig-Bhf, Airport-Bus 210 Abfahrtszeiten
Es sind ca 16km vom Zentrum, mit dem Taxi ungefähr 20 Minuten (~70PLN). Bei viel Verkehr 45min planen.

Der Bus ist die kostengünstigste Reisemöglichkeit. Die städtische Buslinie 210 fährt alle 30 Minuten vom Hauptbahnhof (Richtung Osowa PKP), Fahrzeit 40 Minuten für 3,00 PLN.

Abfahrtszeiten werktags, siehe Tabelle.

Link zum Fahrplan

16. Chałupy – Hel

Streckenlänge 31km, diese Etappe hatte es nochmal in sich. Es war heiß und der Strand hinter Jurata läßt sich schlecht laufen. Man sackt bei jedem Schritt ein. Unsere Wasservorräte waren aufgebracht und wir waren froh am Ausgang 64 nach Hel im Schatten zu laufen.

 

Wegbeschreibung

Wer in Władysławowo übernachtet hat, sollte rechtzeitig losgehen, damit die Zeit hinten nicht knapp wird. Für die ganze Nehrung sollte man 10 Stunden einplanen. Der Sand ist ab Jurata grob und schwer. Dazu hängt der Strand unangenehm. Der Zieleinlauf ist noch einmal eine Herausforderung. Denn der angeheme feste Sandstreifen direkt am Wasser, den wir bis hierher kannten, fehlt leider auch.

Aber bis Jurata muß man noch an Chałupy, Kuźnica und Jastarnia vorbei. Das sind 23 Kilometer, die angenehm zu gehen sind. Da wir in Chałupy starten, ist unsere Strecke 8km kürzer.

Strand bei Kuźnica
am Libek

Bis nach Kuźnica (km 6) laufen wir am Strand, dann wechseln wir auf den blauen Weg und „besteigen“ den höchsten Dünenberg der Halbinsel, den 12,5m hohen Libek (km 8). Dort haben wir einen wunderschönen Blick über den Pucyfik, wie die Danziger Bucht liebevoll auch genannt wird.

Am Strand um Kuźnica sollte man unbedingt auf den hinterhältigen Treibsand achten. In den glücklicherweise selten vorkommenen vom Wasser durchtränkten Sandflächen kann man knietief einsacken.

Die letzten 20 Kilometer der Wanderung

Von Jurata (km 16) bis Hel gibt es die kurze Variante auf dem Radweg neben der viel befahrenen Straße. Oder die längere Strecke über den Strand. Die Entscheidung muß in Jurata gefällt werden, denn wegen der geschützten Dünen und Wälder, die bis vor kurzem noch militärisches Sperrgebiet waren, gibt es keine Strandzugänge und man kann den zuvor gewählten Weg nicht mehr wechseln. Der erste Ausgang vom Strand hat die Nummer 64 (km 26,5), am Ausgang 66 kommt man am Leuchtturm vorbei, dem dreizehnten. Der letzte Ausgang am Zipfel hat die Nummer 67. Dort endet „offiziell“ unsere Wanderung (km 29), die in Świnoujście begann, nach ca 360km.

alle Leuchttürme unterwegs

Zurück bis zur Ortschaft Hel führt ein breiter Waldweg, der rechts und links von miltärischen Befestigungen gesäumt ist. Am Ende des Weges ist eine Haltestelle, wo die Minibusse der Gesellschaften „Busek“ und „Olimpic“ halten, die nach Gdynia fahren. Zum Bahnhof und zur unserer Unterkunft geht man weiter die ulica Wiejska. Wir werden morgen per Bahn nach Gdynia fahren. Nur ein Schiff am Nachmittag. Gar kein Schiffsverkehr außerhalb der Saison! Heute abend besuchen wir eine der vielen Lokalitäten, wo es lecker zu Essen gibt und stoßen auf den Zieleinlauf an.

Übernachtung

Villa Leon

Was bisher geschah

gestern, fünfzehnte Etappe nach Chałupy

Videolinks

15. Karwia – Chałupy

Frühstück im Hinterhof

18.06.2017, Sonntag : Streckenlänge 28km

Wegbeschreibung

Mündung der Czarna Woda

Bis zur Brücke über die Czarna Woda laufen wir über die Landstraße, die nach Jastrzębia Góra führt. Es sind nur 1,5km, da lohnt der Umweg über den Strand nicht und über die Brücke müssen wir ohnehin.

Nach dem Fluss wenden wir uns Richtung Strand. Von dort sehen wir schon die steile Klippe von Jastrzębia Góra. Wir können die Ortschaft am Strand nicht umgehen und klettern daher auf den Damm aus Steingittern. Wir sehen das Baltische Meer aus der Vogelperspektive. Im Ort selber treffen wir wieder auf den E-9, der jetzt blau markiert ist, und in seinem Verlauf auf den Stein Gwiazda Północy (km 6), der den nördlichsten Punkt Polens markiert und damit auch den unserer Wanderung.

In Jastrzębia Góra

Weiter auf dem E-9 durch den Stadtwald kommen wir am König Zygmunt III Denkmal vorbei (km 8). Hinterm Denkmal gehen wir links durch die Schlucht Lisi Jar  zum Meer runter (Ausgang 19). Der Strand ist hier steinig und unangenehm zu laufen, aber nach ein paar Hundert Metern beginnt eine Betonmauer mit einem Fußweg, ein Schutz für das Kap Rozewie. Jetzt können wir wieder einen Schritt zulegen.

Der Leuchtturm Rozewie Stara ist vom Strand nicht zu sehen. Wer dorthin will, folgt den blauen Schildern (km 9,5).

 

 

Vom östlichen Ende der Schutzmauer können wir schon den Turm des Dom Rybaka in Władysławowo sehen, keine Kirche, sondern der Sitz der Stadverwaltung. Weiter am Strand (km 14) erreichen wir den Ausgang Nr 15, Rezerwat Wąwóz Rudnik Chłapowski. Wer in Władysławowo übernachtet, sollte hier in Richtung Stadt gehen, den blauen Wanderweg. Da an einigen Stellen die Beschilderung fehlt, kann man sich verlaufen. Wir nehmen auch den Ausgang, weil wir am Strand nicht mehr durchkommen. Es ist Sonntag und Badetag.

Voller Strand in Władysławowo


Ursprünglich wollten wir den allerletzten Ausgang (Nr.1) kurz vor dem Hafen nehmen, denn wir wollen noch nach Chałupy, der ersten Ortschaft auf der Hel Halbinsel. Durch die belebte Strasse kommen wir schneller zum Bahnhof Władysławowo Port. Von hier noch 200m den Pfad, der rechts parallel zu den Gleisen führt. Dort ist der Strandeingang „Chałupy 1“. Wir gehen im Wald den blauen Szlak Nadmorski zwischen Strand und Bahnstrecke. Zum Ziel, einem Surfparadies sind es noch acht Kilometer.

Übernachtung

Wir leisten uns das Hotel77

Was bisher geschah

gestern, vierzehnte Etappe nach Karwia

Videolinks

14. Kopalino – Karwia

17.06.2017 : Streckenlänge 27km

Wegbeschreibung

Von unserem Quartier laufen wir nicht den direkten Weg zum Strand, sondern kürzen diagonal ab. Dies hat den Vorteil, dass wir die zwei Flüsse, Lubiatówka und Bezimienna nicht queren müssen.

Für diejenigen, die über den Strand gehen, hier ein Hinweis zur Querung. Beide Flüsse sind nicht breit. Die Lubiatówka sollte kein Problem sein. Denn seit einigen Jahren ist auf Höhe der Dünen ein Steg. Beim höherem Wasserstand kann die Bezimienna mehr Probleme bereiten. An der Mündung werden immer wieder provisorische Stege gelegt, die aber reglemäßig von Stürmen zerstört werden. Ein stabiler Steg ist ca 200 Meter im Landesinneren (km 6,5).

In den Wäldern zwischen Lubiatów und Białogóra gibt es viele Reitwege und einige Waldstallungen mit überdachten Unterständen. Gut für eine Rast. Die Reitwege sind mit einem rotem Hufeisen markiert. Man sollte sie meiden. Auch auf dem Strand begegnet man vielen Reitern.

Wer die Ortschaft Białogóra besuchen möchte, sollte den Strand an der hölzernen Treppe verlassen (Ausgang 33, km 9,5). Die Sandklippen sind hier besonders hoch. Eine Promenade führt direkt in den Ort. Zurück kann man über den nächsten Strandzugang (Nr 32) oder in der Diagonalen am Reitstall vorbei. Zur Abwechslung kann ich die Strecke im Grünen durchaus empfehlen. Sie führt zunächst am Moor entlang und dann durch ein nettes Wäldchen.

Egal ob über den glitzernden Strand- oder den beschaulichen Waldpfad. Beide Wege treffen sich an der an der Brücke vor der Mündung der Piaśnica.

Sommerliches Treiben an Mündung der Piaśnica

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Hinter der Brücke zweigt der rote E-9 nach Süden ab. Er führt noch in das fünf Kilometer entfernte Dorf Żarnowiec und endet dort überraschenderweise. Eigentlich ändert der E-9 dort nur die Farbe und führt zunächst grün nach Krokowa und dann blau nach Jastrzębia Góra, wo wir ihn Morgen treffen werden. Wer nicht nach Hel, sondern nach Danzig wandern will, sollte hier abbiegen.

Wir aber gehen an der Brücke nach Dębki, die ersten Häuser der Ortschaft sind schon erreicht. Wer will kann natürlich zurück zum Strand aber nur ein paar Hundert Meter bis zum Ende der Ortschaft (Ausgang 4). Denn der Strand hinter Dębki ist recht monoton. Der Pfad, der parallel zur Küste am Waldrand führt, ist viel angenehmer. Von der Brücke vor Dębki bis zum Karwinka Kanal sind es 8,5km.

Nach einem weiteren Kilometer ist unser Ziel erreicht. Heute werden wir die Konditorei Konkol besuchen. Das Gebäck ist dort besonders gut.

Übernachtung

Krzyś hinter dem Laguna Imbiss:

Karwia-Laguna

Was bisher geschah

gestern, dreizehnte Etappe nach Kopalino

13. Łeba – Kopalino

Es war Regenwetter angesagt. Also Odomos (das hochwirksame indische Mückenmittel) auftragen und Regenschutz anziehen. Vormittags hat es genieselt. Mittag sind wir eingekehrt und haben den Regen vorbeiziehen lassen.

 

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Abends Sonne im Hof nach einem reichhaltigen Essen.

Wegbeschreibung

Von Łeba in östliche Richtung können wir zwischen vier Wegvarianten wählen. Der Klassiker führt am Strand. Der rote E-9 macht einen ziemlichen Umweg südlich um den Sarbsker See, ein blau markierter Wanderweg führt entlang der Nehrung am Nordufer und dann um den See zurück nach Łeba. Kuba rät von diesen Wegen ab. Die Wegführung sei nicht so interessant und wir vertrauen seinem Urteil. Schliesslich hat er die Strecke nach Hel schon 14 mal gemeistert.

Dann gibt es noch den Radweg, den wir nehmen. Er führt angenehm im Wald zwischen See und Meer und trifft auf den roten E-9 nordöstlich vom See. Dann ist es nicht mehr weit an der Ortschaft Osetnik vorbei zum imposanten Leuchturm Stilo. Der Metallturm steht ca 1km vom Meer entfernt auf einem Dünenkamm.

Etappe 13. Łeba – Kopalino

West Star
Dem Weg am Strand folgend, sieht man bei km 10 die Spitzen der Lademasten der West Star, die 1971 gesunken ist.

Nach weiteren 3 Kilometern kommt man an den Betonüberresten eines Nebelhorns vorbei. Um zum Leuchtturm zu kommen, sollte man hier den Strand verlassen.

Nach dem Turmbesuch laufen wir weiter zum Strand und dort bis zum Ausgang Nr 44 (km 20,5), unmittelbar hinter einer Düne. Hier stehen zwei Imbissbuden an einem Waldparkplatz. Der Weg führt zu den Dörfern Lubiatowo und Kopalino. Hier verlassen wir den Strand und wandern zu unserem heutigen Etappenziel.

Übernachtung

Bei Familie Świątek.

Die Suchen nach einer Unterkunft gestaltete sich schwiriger als erwartet. Schließlich war ich über die Seite Kopalino fündig. Als Ausweg haben wir schon überlegt weiter zu laufen bis nach Białogóra, was die Etappe unnötig verlängert hätte. Und die Nächste wäre dann wieder zu kurz. In solchen Fällen kann man auch per Bus ins Landesinnere fahren, dort übernachten, und am nächsten Tag wieder zurück und die Wanderung fortsetzen.

Was bisher geschah

gestern, zwölfte Etappe nach Łeba

12. Kluki – Łeba

Wir haben uns für die Alternativstrecke entschieden. Die Strasse über Łokciowe nach Czołpino ist langweilig und lang. Statt Miles lieber Moore.

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Streckenbeschreibung

Etappe 12. Kluki – Łeba

Es wäre interessant die Dünen, Wydmy Czołpińskie (km 11) früh zu erreichen, um den Ort für sich zu haben. Wir müssen dafür aber zurück über Smołdziński Las zum rot markiertrm E-9. Der führt direkt über die große Wanderdüne zum Meer.

Über den Strand laufen wir weitere elf Kilometer, um dann die Laczka Düne (Góra Łącka) Richtung Süden zu überqueren.

Unser Weg führt im Wald weiter bis nach Rąbka. Elektroautos transportieren hier Touristen zu den Dünen. Unterwegs gibt es einen Aussichtsturm und ein Militärmuseum. Während des zweiten Weltkrieges befand sich hier ein deutsches Raketenversuchsgelände. Wir lassen diese Sehenswürdigkeiten links liegen.

Hinter den Abschussrampen (km 26) gehen wir die schwarze Piste zum Meer zurück und laufen am Strand Richtung Leba. Geradeaus würden wir nach Rąbka kommen, und von dort auf dem Radweg nach Łeba.

Einen Kilometer vor der Hafenmole verlassen wir den Strand auf die Promenade und gehen die ulica Turystyczna am Camingplatz vorbei in die Stadt. Grüne Wegweiser zeigen zur Überresten einer Kirche im Wald.

Wir übernachten im Dom Wczasowy Natalia

Alternativstrecke

Von Kluki nach Łeba kommt man alternativ auch südlich um den Łebsko-See. Von Kluki führt ein gelb markierter Weg (Szlak Słowińców) über Gać, Izbica und Żarnowska. Aber dann sieht man die Wanderdünen nur aus der Ferne.

Links

Was bisher geschah

gestern, elfte Etappe nach Kluki

11. Rowy – Kluki

eine Etappe ohne Meerblick

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Hinter der Brücke in Rowy beginnt der SPN – Słowiński Park Narodowy mit den grossen Wanderdünen im Osten, also erst morgen. Im Park selber kann man nicht nächtigen, da es keine Orte gibt. Daher laufen wir in das Dorf Kluki am Lebasee.

Streckenbeschreibung

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Nach dem Parkeingang führt der Weg am Ufer des Gardno-Sees entlang, der nur machmal zwischen den Bäumen zu erkennen ist. Aber schon nach 2km gibt es eine Aussichtsplattform. Der Weg ist sandig, manchmal etwas morastig. Hinter dem See bei km 8 beginnt linke Hand eine bewaldete Dünenlandschaft, die Dołgie Małe. So heißt auch der kleine See dahinter.

Nach links, Richtung Meer gibt es zwei Sandberge ca 30m hoch. Wir gehen aber geradeaus zum größerem See Dołgie Duże. Auch hier gibt es eine Plattform zum Schauen und Fotografieren.

Zurück zum E-9 laufen wir noch zwei Kilometer um an einer Wegkreuzung (km 12) diesen für heute zu verlassen. Der E-9 biegt nach links ab und führt durch den Park zu den grossen Wanderdünen. Wir gehen geradeaus, passieren die Ortschaft Smołdzinski Las und erreichen nach endlosen sechs Straßenkilometern unser Ziel Kluki. Das halbe Dorf ist ein Freilichtmuseum.

Übernachtung

Karczma u Dargoscha

Was bisher geschah

gestern, zehnte Etappe nach Rowy

10. Ustka – Rowy

Wir sind uns einig. Das ist die schönste Etappe. Es ist stürmisch, aber es regnet nicht. Manchmal scheint sogar die Sonne. Das Meer macht einen Höllenlärm. Der Sand wird aufgewirbelt. Die begehbare Spur zwischen Wasser und Klippen wird immer enger. Der Wald über den Klippen mach dem Meer Konkurrenz. Biolärm. Ab Orzechowo gehen wir im Wald. Am Strand ist kaum Platz. Die Mücken sind beim Sturm kein Problem. Es geht in den Dünen auf und ab. Einfach schön.

Streckenbeschreibung

Schwenkbarer Fußgängersteg in Ustka

Wir müssen zuerst nach Ustka rein, da wir auf der westlichen Seite der Słupia übernachtet haben. Seit einiger Zeit gibt es einen schwenkbaren Fußgängersteg am Hafen (km 2). Bei Sturm geschlossen.

 

Der E-9 verläuft von Ustka nach Rowy oberhalb des Strandes, so dass man beide Wege nehmen kann. Die ersten Kilometer nach Orzechowo gehen wir am Strand, denn die Sandklippen sind hier besondes schön. Es sei denn die Wellen sind zu stark und das Wasser reicht bis zu den brüchigen Klippen. In Orzechowo fließt ein kleiner Bach in die Ostsee (km 7). Bei Regen kann es schwierig sein, ihn zu überqueren. Irgendwelche Balken, Stämme oder Steine finden sich aber immer. Zur Not muss man einige hundert Meter ins Landesinnere bis zur Brücke laufen.

Klippen zwischen Ustka und Rowy ohne Sturm
Klippenrand bei Sturm

Die elf Kilometer von Orzechowo nach Rowy kann man am Strand weiterlaufen. Aber der Weg oberhalb der Klippe ist sehr spannend, verwurzelt zwar aber schön. Er verläuft manchmal direkt an der Kante und man hat eine tolle Aussicht auf Strand und Meer und zwei Wracks. Vor Poddąbie (km 12) verengt sich der Strand, so dass die Wahl des Weges oberhalb bei stärkerem Seegang geschicker ist. In Rowy kommen beide Wege zusammen, denn dort muss ein Kanal überquert werden.

UJuliusza

Für uns ist die kurze Etappe hier zu Ende. Nach dem Duschen und der täglichen Wäsche machen wir noch einen Spaziergang entlang des Łupawa Kanal zum naheliegendem Gardno See. Abends müssen wir unbedingt die Fischbraterei „U Juliusza(ul.Nadmorska, Ecke Plażowa) besuchen. Er ist ein Treffpunkt der Ostseewanderer und gilt natürlich als Insidertipp.

Hinter Rowy beginnt der Slowinzische Nationalpark. Die nächsten zwei Tage hat man keine Möglicheit, sich mit Proviant zu versorgen.

Übernachtung

Gästehaus Sternik

Was bisher geschah

gestern, neunte Etappe nach Ustka

9. Jarosławiec – Ustka

Bei Bogusław im Constans gibt es gutes Frühstück

Der Strandabschnitt östlich von Jarosławiec ist für Touristen gesperrt. Das Gebiet gehört den Luftstreitkräften Wicko Morskie. Der Kommandant erteilt aber regelmäßig Genehmigungen an die Baltischen Weitwanderer. Diese müssen schriftlich oder per email vorab beantragt werden. Also habe ich geschrieben und relativ schnell eine Antwort erhalten. Negativ, aber mit zwei Begründungen

  • es seien Umbauarbeiten während der Zeit am Strand
  • an Ausländer werden keine Genehmigungen erteilt

Also Plan B: wir gehen südlich um den Wicko See rum. Die Sperrzone ist größer als auf den Karten angegeben. Es is nicht möglich direkt östlich vom See wieder Richtung Norden und dann nach Ustka zu laufen.

Streckenbeschreibung

Für diejenigen, die doch eine Genehmigung bekommen, hier die Wegbeschreibung (auf polnisch). Unserer Weg macht einen größeren Bogen und ist zehn Kilometer länger.

Wir verlassen Jarosławiec auf der ul.Bałtycka und folgen dem rotem E-9 und dem Radweg R10. Bei km 2 kommen wir am bewachten Eingang zum Sperrgebiet vorbei. Nach einem Kilometer vor dem langen Zaun wenden wir nach links obwohl der Radweg neben der Straße recht einladend ausschaut. Bald erreichen wir das Ufer des Wicko Sees. Das ist das einzige Wasser, das wir bei dieser Etappe sehen werden.

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Bei km 6 verlassen wir den Uferweg und gehen durch die Ortschaft Łącko. Es gibt Storchennachwuchs im Nest. Ab jetzt erleben wir eine ganz andere Landschaft. Blaue Luzerne, Wiesen und grosse Windparkanlagen begleiten uns. Der E-9 (manchmal findet man tatsächlich die rote Markierung) führt entlang einer mäßig befahrenen Strasse ohne Seitenstreifen. Aber die Autofahrer sind rücksichtsvoll und machen einen grossen Bogen um uns. Wir passieren die Dörfer Korlino, Królewo und Złakowo (km 16). In Zaleskie kommen wir auf die stärker befahrene Strasse 203. Über Duninowo nach Ustka liesse sich die Strecke auf der Strasse um einiges abkürzen. Aber es gibt keinen Seitenstreifen und das macht den Weg sehr unangenehm. Zum Glück zweigt der Eurovelo R10 kurz hinter Zaleskie nach rechts ab (km 20). Eine kleine Schlange, keine Blindschleiche, kreuzte unseren Weg. Da wir auf die 32km lange Etappe vorbereitet waren, haben wir unsere Übernachtung im Westen von Ustka gewählt.

Wer direkt nach Stolpmünde will, besucht bei km 30 das Naturreservat Buczyna am Słupia Fluß. Es soll sehr schön sein. Wir biegen vorher ab und gehen daran vorbei.

Übernachtung

Pod Różą

Was bisher geschah

gestern, achte Etappe nach Jarosławiec

Videolink